Aquaplaning

 

Gefahren in der Praxis eines Autofahrers: Aquaplaning

 

Fahrübung zur Schulung des Autofahrers: Übungen zum Thema Aquaplaning

 

Oft genug müssen die Autofahrer in Deutschland auch bei nasser Fahrbahn fahren. Da dies meist gut geht, machen sich viele Fahrer keine Gedanken über Aquaplaning.

Was ist das?

Wie verhält man sich in so einem Fall?

 

Was ist Aquaplaning?

"Wenn du soviel Wasser unter die Reifen bekommst, das sie aufschwimmen, also richtig auf dem Wasser surfen."

"Man spürt eventuell einen kleinen Schlag im Lenkrad und dann fühlt es sich ganz leicht an."

 

Mögliche Gefahrenstellen, an denen Aquaplaning lauert, sind Fahrbahnen während oder nach einem Regenschauer, die

- Spurrinnen aufweisen,

- uneben sind und dadurch Pfützen auf der Straße stehen,

- zwar ein Gefälle haben, aber das Wasser auf der linken oder rechten Straßenseite nicht weglaufen kann.

 

Wie entsteht Aquaplaning?

Durch zuviel Wasser auf der Fahrbahn, zu geringem Reifenprofil und/oder zu hoher Geschwindigkeit.

 

Man fährt mit 80 km/h in Richtung Ortseingang und plötzlich ist da ein kleiner See auf der Fahrbahn (Wieso eigentlich plötzlich? Man weiß, das es geregnet hat und man kennt ja auch die Strecke!?). Ausweichen ist nicht mehr drin und beim eintauchen ist man vom zischenden Geräusch und der enormen Wassermenge auf der Windschutzscheibe wie gelähmt und damit in einer der gefürchtetsten Situation beim Autofahren überhaupt: Man hat keine Kontrolle mehr! Was macht man jetzt?

 

Welche typischen Fehlverhaltensweisen der Autofahrer gibt es in solchen Fällen?

- Erschrecken und nix tun

- Überreagieren und das Falsche tun

Heftige Lenkbewegungen, abruptes Verlassen des Gaspedals oder  Bremsmanöver mit blockierenden Reifen (Kfz ohne ABS) verschlimmern dann die Situation.

 

 

Wie sollte der Fahrer reagieren?

- Vorausschauend fahren und um möglichst erst gar nicht in eine solche Situation zu kommen.

- Im Falle des Falles "Einfach gar nichts machen" !!!

- Theoretisch, praktisch kann während des Aquaplanings der Vorderräder sogar die Hände vom Lenkrad nehmen, was man auf der Straße allerdings nie machen sollte, aber während eines Sicherheitstrainings probieren kann.

- Niemals lenken oder bremsen solange die Räder nicht wieder Boden unter den Füßen haben! Wenn man bremst, wird die aufwendig konstruierte Fähigkeit der Reifen das Wasser abzuleiten behindert. Sollte man lenken, so passiert während des Aquaplanings ja erstmal nix (kann man während eines Sicherheitstrainings ausprobieren), was den Ottonormal-Autofahrer erst einmal verwundert und zu noch größeren Lenkradeinschlägen hinreißen läßt. Bekommen dann die Vorderräder wieder Kontakt zur Fahrbahn, so versucht das Kfz schlagartig dem Befehl des Fahrzeugführers zu folgen und zwar in der Richtung in der die Vorderräder zeigen! Dies kommt dann wiederum für den Fahrer total überraschend. Das Fahrzeug dreht sich, die Räder verlieren aufgrund der nassen Strasse und der zu "hohen" Geschwindigkeit die Haftung und jetzt nutzen auch die besten Fahrkünste nichts mehr.

 

 

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