Orientierungsübung
Voraussetzungen:
- Kenntnisse über Blicktechniken, Reaktionszeiten, -wege
Lernziel:
- Verbesserung der Fähigkeit zur effizienten Informationsaufnahme in kritischen Verkehrssituationen
- Verbesserung der Entscheidungsfähigkeit unter Zeitdruck
Ablauf:
Variante 1: Die Auswegsuchübung
- Der Teilnehmer soll ein vor ihm fahrendes Kfz zu einem plötzlich vorgegebenem Zeitpunkt überholen
- Nachdem der Teilnehmer auf die Fahrspur gewechselt hat, taucht auf seiner Fahrspur in größerer Entfernung ein Hindernis auf, was die Vollendung des Überholvorganges fraglich erscheinen lässt
- Der Teilnehmer muss sich unter Berücksichtigung der Einflussgrößen* entscheiden, ob er mit einer Vollbremsung auf das Hindernis trifft, oder vorher noch nach rechts oder links ausweichen oder vielleicht doch noch überholen kann
*Einflussgrößen (die variiert werden sollten):
- Geschwindigkeit
- Geschwindigkeit und Fahrverhalten des zu überholenden Kfz
- Abstand zum Hindernis
- Art und Größe des Hindernisses
- Möglichkeiten auf den Seitenstreifen (kann auch durch Pylonen nachgebildet sein) auszuweichen
In den genannten Einflussgrößen liegt für den Trainer jede Menge Spielraum, diese Übung interessant und lehrreich zu gestalten.
Variante 2: Die zweite Auswegsuchübung
- Der Teilnehmer fährt in eine Pylonengasse und muss auf ein Zeichen hin, die Gasse, bei der nächsten sich bietenden Lücke, links oder rechts verlassen
- Die Pylonen sind mit unterschiedlichem Abstand zueinander positioniert
- Auswertbar ist die für das Verlassen der Gasse benötigte Zeit
Variante 3: Das parallele Fahren
- Der Teilnehmer soll parallel zu einem anderen Kfz fahren
- Das andere Kfz ändert aber hin- und wieder seine Geschwindigkeit sowie Fahrtrichtung
Erfahrungen des Teilnehmers:
- Schnelles und konzentriertes Reagieren in Abhängigkeit von äußeren Einflüssen ist anstrengend
Hinweis:
-
Pylonenaufstellung:
Variante 1
Variante 2